INTERVIEW DER WOCHE: XXXL NEUBERT OBJEKTEINRICHTUNG

Wussten Sie, dass XXXL Neubert Hoteleinrichtung http://objekt.de/ in Würzburg seit mehr als 45 Jahren sehr erfolgreich als Hoteleinrichter und Objektausstatter fungiert und große Projekte als Generalunternehmer und Vollausstatter für Hotelzimmer, Gästebäder, Restaurants, Rezeptionen und Konferenzräume leitet?

Wir wollten genau wissen, was dahinter steckt und haben im Interview mit dem Leiter der Objektabteilung bei XXXL Neubert Hoteleinrichtung in Würzburg, Matthias Windolf, jede Menge interessanter Details erfahren.

 

Objektleiter Matthias Windolf (50) ist gebürtig aus Hessen und in Gießen aufgewachsen. Er hat nach abgeschlossener Ausbildung zum Tischler und erster Berufserfahrung im Betrieb seines Onkels sein Fachabitur nachgeholt und anschließend ein Studium in Holztechnik mit Schwerpunkt Gestaltung, Design und Betriebswirtschaft absolviert. Nach erfolgreicher Bewerbung auf die Stelle als Interior Designer bei Neubert in Würzburg hat er sich in den letzten 25 Jahren vom Mitarbeiter in der Objektabteilung zum Leiter der Objektabteilung hochgearbeitet. Dabei sahen seine Pläne eigentlich ganz anders aus – aber lesen Sie selbst ... 

Warum haben Sie sich damals auf die Stelle als Innenarchitekt bei Neubert in Würzburg beworben?

„Nach meinem Studium wollte ich mich beruflich in den Süden orientieren, da ich die Berge, das Skilaufen und auch das Meer liebe. Als ich die Stellenausschreibung sah, dachte ich mir, da bin ich in Würzburg ja schon einmal auf der halben Strecke in Richtung München. Ich habe den Job bekommen und dachte, nach ein bis zwei Jahren ziehe ich einfach weiter.“

 

Dazu ist es ja offensichtlich nie gekommen. Warum?

„Ich war zunächst in der Projektabwicklung tätig. Nach zwei Jahren fragte mich Herr Neubert, ob ich mir vorstellen könnte, in den Vertrieb zu wechseln. Das war überhaupt nicht mein Ding, ich habe aber zugesagt mit der Option, wieder in meinen alten Job zu wechseln, wenn es mir gar nicht gefällt. Und jeder, der Herrn Neubert kannte, weiß um seine starke Überzeugungskraft. Seitdem war ich im Objektvertrieb tätig“, schmunzelt Herr Windolf.

„Die Art der Arbeit, das Abwechslungsreiche und die Freude unserer Kunden mit unserer gelungenen Einrichtung machte mir so viel Spaß, dass der Süden immer weiter in die Ferne rückte.“

 

Und wie sind Sie Leiter der Objektabteilung geworden?

„Nach dem Verkauf der Neubert-Häuser im Jahr 2000 an XXXL war ich als stellvertretender Abteilungsleiter tätig. Nebenberuflich absolvierte ich im selben Jahr auch noch die Meisterprüfung im Tischlerhandwerk. Im September 2003 fragte mich Günter Raudner ob ich mir vorstellen könne, die Leitung der Objektabteilung zu übernehmen. Da bin ich.“

 

Was macht die Objektabteilung genau, wie ist sie entstanden?

„Herr A. Neubert erkannte, dass es neben dem normalen Möbelhandel Kundenpotential gibt, welches sehr hohe Ansprüche an Qualität, Design und Individualität hat. Nämlich Hotels, Restaurants, Kurkliniken, Boardinghäuser, ... . Wegen der starken Nutzung und wechselnder Gäste werden dafür stark beanspruchbare Einrichtungen benötigt. Bei der Komplexität einer solchen Objektgröße muss auch das Zusammenspiel vieler Gewerke von einem leistungsfähigen Team bearbeitet werden. Für den Kunden ist es auch wichtig, dass er möglichst nur einen Ansprechpartner hat, der ihm Auskunft gibt über Planung, Bodengestaltung, Einrichtung, Dekoration und Beleuchtung bis hin zum letzten Kaffeelöffel.

 

Daher gründete er 1970 die Objektabteilung, ein Team, welches national und international Objekte einrichtet, Hotels, Restaurants, Boardinghäuser, Kurkliniken ... . Die ersten Kontakte waren seinerzeit Bauträger, das war der Anfang von etwas ganz Großem. Dem daraus resultierenden Erfolg und dem starken Wachstum konnte 2012, mit dem Umzug in die jetzigen Ausstellungsräume mit einer Fläche von 1.000 qm, Rechnung getragen werden.

Daraus ist unser Motto entstanden: Beraten – Planen – Realisieren.“

 

Wie ist die Objektabteilung organisiert, gibt es eine Struktur?

„Wir arbeiten in Projekt-Teams, d. h. ein Projektleiter bearbeitet zusammen mit einer Innenarchitektin und einer kaufmännischen Mitarbeiterin ein Objekt von A - Z. Heißt, wir nehmen die Kundenwünsche in allen Belangen sehr ernst, denn so hat er fixe Ansprechpartner während der kompletten Projektphase und das hat sich bewährt“, Herr Windolf nickt zur Bestätigung mit dem Kopf. „Daneben gibt es noch jede Menge Zuarbeiten bezüglich Dekoration und Bodenbeläge, aber auch Kalkulation und Disposition, Montage und Abstimmung mit Subunternehmern gehören zum Projekt dazu. Im Vergleich zu früher ist die Planung selbst zwar aufwendiger geworden, dank des tollen visuellen Programmes macht die Umsetzung aber sehr viel Spaß. Es laufen immer 8 - 12 Montage- und Ausführunsprojekte gleichzeitig, da ist eine einwandfreie Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg. Der Lohn für all die Arbeit sind glückliche Hoteliers und ein tolles, kreatives, engagiertes Team.“

 

Gibt es bei XXXL Neubert Hoteleinrichtung auch interne Schulungen?

„Schulungen sind für uns natürlich sehr wichtig, denn es gibt nichts Schlimmeres, als wenn sich ein Kunde besser auf dem Markt auskennt als wir selbst. Wir setzen auf regelmäßige Produktschulungen, auf Verkaufsschulungen und Schulungen im IT-Bereich.“

 

Wie unterscheidet sich denn das Sortiment von XXXL Möbelhäusern?

„Ich bezeichne uns als Designwerkstatt im Unternehmen. Alle Möbel werden von uns eigens für den einzelnen Kunden speziell entworfen und auf Maß gefertigt, sind sozusagen UNIKATE, auf die unsere Innenarchitekten sehr stolz sind. Die Lieferzeit aus unserer Produktion in Franken beträgt in der Regel 10 - 12 Wochen. Unsere Kunden bekommen ein Alleinstellungsmerkmal, um sich von ihren Mitbewerbern abzusetzen und die eigenen Stärken hervorzuheben. Das wird von unseren Kunden sehr gut angenommen. Das heißt aber auch, wir setzen so gut wie keine Möbel aus den XXXL Möbelhäusern ein, da sie nicht auf Sonderlösungen eingehen können und die Objektqualität nicht ausreichend ist. Auch logistisch wäre das schwer händelbar, da wir eine „Just in time“ Lieferung benötigen.

Bei Handelswaren wie Stühlen, Sofas, Ausziehcouchen und diesen Dingen sind wir natürlich froh, auf das XXXL Einkaufspotential zurückgreifen zu können.“

 

Wie unterscheidet sich die Beratung und der Service in der Objektabteilung zu den XXXL Möbelhäusern?

„Unsere Projektleiter müssen im Gegensatz zu den Möbelhäusern das ganze Paket beraten, von der Einrichtung, der Wandfarbe über den Boden bis zur Beleuchtung und Deko. Die Projektleiter sind nicht nur mit dem Verkauf, auch mit der gesamten Projektsteuerung beschäftigt, quasi vom Aufmaß bis zur Abnahme und Rechnungsstellung. Wir können so dem Hotelier ein erfolgreiches Gesamt-Konzept verkaufen, durch das sich erkennbar ein roter Faden zieht, und damit spart er Zeit und Geld.“

 

 

Wer und wo sind denn Ihre Kunden?

„Unser Schwerpunkt liegt beim mittelständischen Privathotelier zwischen 3 und 5 Sterne. Mit ihm zusammen ein Konzept zu erarbeiten, macht sehr viel Spaß. Unsere Kunden sitzen in ganz Deutschland, ich sage immer, von Hamburg bis München und Aachen bis Dresden. Wir durften aber auch schon Hotels in der Schweiz, Österreich und auf Teneriffa einrichten,“ erwähnt der Objektleiter mit Stolz.

 

Wo und wie wirbt die Objektabteilung um ihre Kunden?

„Wir sind sehr aktiv, beispielsweise in führenden Hotelfachzeitschriften, mit unseren Messeständen auf den internationalen Hotelfachmessen in Hamburg, Stuttgart und Nürnberg und zweimal jährlich versenden wir unsere „Neubert News“ an rund 5.200 Hoteliers. Wir haben einen guten Internetauftritt, mit dem wir gefunden werden und seit Mai 2016 sind wir mit einem Musterzimmer im Hotelkompetenzzentrum in München vertreten. Und natürlich mit der besten Werbung, die es gibt – durch einen guten Job mit Mund-zu-Mund Werbung.“ Anm. der Redaktion: Auf Social Media ist die Objektabteilung bereits zu finden, ein Auftritt auf der Business-Plattform xing ist in Planung.

 

Was sind ihre Mittel- und langfristigen Ziele?

„Wir wollen ganz klar die Nr. 1 auch in der Objekteinrichtung werden, dafür wollen wir einen möglichst großen Beitrag leisten. Wir wollen möglichst viel Umsatz generieren, im Fokus steht aber immer die maximale Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit.“

 

Was war denn bisher Ihre größte Planungs-Herausforderung?

Herr Windolf lächelt wissend: „Bei uns ist jede Planungsherausforderung sehr groß. Denn nur ein optimal eingerichteter Kunde kann Erfolg haben – und sein Erfolg ist unser Erfolg.

Natürlich gab es in der Vergangenheit Projekte, die eine besondere Herausforderung dargestellt haben, wie etwa die Einrichtung des Dünenparks auf Binz, das war ein Auftrag im zweistelligen Millionenbereich. Oder der Hotelneubau auf Teneriffa stellte eine logistische Herausforderung dar. Bei der Einrichtung von über 420 Appartements in Bamberg waren regelmäßig die Vorarbeiten in Verzug, da liegen schon mal die Nerven blank“, erinnert er sich. „Aber wir haben noch immer alle Projekte erfolgreich abgeschlossen, auch wenn wir manchmal erst mit der Ankunft des ersten Kunden das Objekt verlassen haben.“

 

An welchen Projekten arbeiten Sie derzeit?

„Das Jahr 2017 geht gut los, obwohl ich es als schwierig eingeschätzt habe, da wir viele Anfragen bekommen haben. Etwa 60% aller Angebote werden zu Aufträgen. Wir sind bereits mitten in der Planung von 250 Zimmern für eine Hotelkette, der Neueinrichtung des Playmobil-Hotels, ein Hotel für den Besitzer der größten Spanferkelfabrik der Welt und vielen weiteren spannenden Projekten. Wir expandieren stetig, so haben wir ab Ende März neben dem Büro in Hamburg eine kleine Objektausstellung in unserer Filiale XXXL Rück in Schwerin."

 

 

Wir bedanken uns für das informative und spannende Interview. Bevor wir uns verabschieden, möchte Matthias Windolf ein paar abschließende Worte an alle Mitarbeiter der XXXL Unternehmensgruppe richten. „Wir haben in der Vergangenheit festgestellt, dass man uns als Objektabteilung zu wenig oder gar nicht kennt. Wenn Sie Fragen haben, uns kennenlernen wollen oder einfach neugierig sind, schauen Sie auf unserer Webseite www.objekt.de vorbei. Vielleicht ergibt sich auch mal ein persönlicher Besuch in unserer Ausstellungsfläche in Würzburg, hier zeigen wir Dutzende von Hotelzimmern und über 10.000 Stoffmuster.“

 

Ansonsten dürfte dieser Missstand mit diesem Interview nun der Vergangenheit angehören.

 

Zur Person:

Matthias Windolf sagt von sich selbst, dass er zu viel arbeitet, da er einen sehr hohen Anspruch an sich selbst hat. Seinen Erfolg in diesem Job verdankt er unter anderem auch seiner Durchsetzungsstärke. Seine knappe Freizeit verbringt er am liebsten mit seiner Familie. Er hat den schwarzen Gürtel in Karate, seine Kinder (13 und 15) eifern ihm in diesem Hobby nach. Er fährt gerne Ski und surft. Besonders freute er sich im vergangenen Jahr, dass er anlässlich seines 25-jährigen Firmenjubiläums in der Mitarbeiterzeitung erwähnt wurde.